Bevölkerungsbefragung Kommunikation

Im Herbst 2021 führte das Markt- und Sozialforschungsinstitut LINK im Auftrag des Gemeinderats eine Bevölkerungsbefragung durch. Es wurden 1’100 Personen repräsentativ ausgewählt und angeschrieben. 477 Erlenbacherinnen und Erlenbacher haben teilgenommen und den Fragebogen ausgefüllt.

Bevölkerungsbefragung zum Thema Kommunikation und Information der Gemeinde

Es ist sehr erfreulich, dass einerseits sehr viele Rückmeldungen kamen und andererseits gut zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner Erlenbach sehr nahe an ihrer Idealvorstellung von einer Wohngemeinde sehen und mithin eine sehr gute Meinung von Erlenbach als Wohngemeinde haben.

Ebenfalls bescheinigt eine deutliche Mehrheit (59%) der Bevölkerung der Gemeindeverwaltung als Dienstleisterin eine sehr gute Arbeit. Der Mittelwert hierfür liegt bei 5.6 von maximal 7 Punkten und damit deutlich über Vergleichswerten für ähnlich grosse Gemeinden (5.0). Auch die Arbeit der Gemeindeversammlung (46% bzw. 5.3 gegenüber 5.1) und des Gemeinderates (43% bzw. 5.2 gegenüber 5.0) werden gut bewertet.

Im Mittelpunkt der Befragung stand eine Bestandesaufnahme zu den Informations- und Kommunika­tionskanälen der Gemeinde Erlenbach. Diese sollte wichtige Anhaltspunkte für deren Weiterentwick­lung liefern, die der Gemeinderat derzeit in einem Projekt zusammen mit der Beratungsfir­ma Farner Consulting AG vorantreibt.

Generell ist etwa die Hälfte der Bevölkerung (48%) mit der Information und Kommunikation der Gemeinde bereits heute in hohem Ausmass zufrieden. 6% sind überhaupt nicht zufrieden, die übrigen Bewertungen fallen neutral aus. Damit steht Erlenbach in diesem Bereich gegenüber dem Benchmark besser da (5.2 gegenüber 4.9).

In inhaltlicher Sicht überzeugen die heutige Kommunikation und Information v.a. punkto Verständlichkeit (64% Zustimmung) und Aktualität (56%). Potenzial besteht aus Sicht der Bevölkerung hinsichtlich Re­levanz, Vollständigkeit und Umfang (jeweils 49%).  Die differenzierte Untersuchung zeigt, dass Personen, die bereits länger in Erlenbach wohnhaft sind (über 11 Jahre) in diesen Bereichen tiefere Bewertungen vergeben. Dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung ist es ein grosses Anliegen, die gesamte Bevölkerung in einer für möglichst alle zufriedenstellende, transparente Art und Weise zu informieren und mit ihr zu kommunizieren. Er wird diese Rückmeldungen dementsprechend im weiteren Prozess berücksichtigen.

In der detaillierten Analyse ragen sodann zwei Kommunikations- und Informationskanäle immer wieder heraus: der – analoge – Dorfbott und die – digitale – Website. Dies sind die Kanäle mit der höchsten Bekanntheit und Nutzung. Jeweils über 90% der Bevölkerung kennen Website oder Dorfbott und jeweils über 80% der Gesamtbevölkerung nutzen diese. In beiden Fällen zeigen sich in bestimmten Altersgruppen Besonderheiten. Die Website ist Personen ab 66 Jahren seltener bekannt (rund 80%), der Dorfbott in der Altersgruppe der 18-35jährigen (ebenfalls rund 80%). In ähnlicher Weise liegen die Nutzungswerte der Jüngeren für den Dorfbott (70%) unter dem Durchschnitt der Bevölkerung. Bei den Personen ab 66 Jahren trifft dies für die Webseite zu (knapp 70%). Beide sind allgemeine, zugleich aber auch zielgruppenspezifische Kommunikations- und Informationskanäle.

Die Webseite ist schliesslich für die Bevölkerung mit Abstand der persönlich wichtigste Informations- und Kommunikationskanal. Über 70% betrachten die Webseite für sich selbst als sehr wichtig, was diese deutlich vor dem Dorfbott (54%) und den E-Mail-Abo-Diensten der Gemeinde bzw. den Newslettern zu verschiedenen Themen platziert (55%). Die geringste Wichtigkeit als Informations- und Kommunikationskanal erreichen öffentliche Informationsveranstaltungen (31%) sowie Aushänge (22%).

Es ist anzumerken, dass die Gemeinde seit 1. Januar 2022 eine neu gestaltete Webseite hat und die Befragung vorher durchgeführt wurde. Vor dem Relaunch der Webseite gemessen, wird das Erscheinungsbild des Dorfbotts (59% sehr gut) im Vergleich mit Webseite (55%) und E-Mail-Diensten/Newsletter (40%) am besten bewertet.

Die Zustimmung zu den in der Befragung skizzierten Ideen, wie sich die Kommunikations- und Informationskanäle weiterentwickeln könnten, fällt insgesamt zurückhaltend aus. Die grösste Unterstützung erfährt mit einem Mittelwert von 4.4 von maximal 7 Punkten noch die Idee regel­mässiger Sprechstunden im Rahmen einer «offenen Tür» des Gemeinderates. Jüngere Personen wünschen sich eine stärkere Kommunikation/Information über Social-Media-Kanäle.

Aus der Abfrage zu möglichen Veränderungen lässt sich schliessen, dass die Häufigkeit, mit der der Dorfbott derzeit erscheint, aus der Sicht der Mehrheit stimmt. Vor allem ältere Personen wünschen sich, dieser solle häufiger erscheinen.

In den kommenden Wochen und Monaten wird die Auseinandersetzung im Rahmen des Projektes zur Weiterentwicklung der Information und Kommunikation durch die Gemeinde vertieft.

Der Gemeinderat dankt allen Erlenbacherinnen und Erlenbachern für Ihre Teilnahme und Unterstützung der Befragung.

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