Arbeit im dynamischen Umfeld

Bis dato haben sich 22 Geflüchtete bei der Gemeinde gemeldet. Erste Geflüchtete werden nun auch in Gemeindewohnungen untergebracht.

Die Planung ist für den Krisenstab nach wie vor äusserst anspruchsvoll, da mit unterschiedlichsten Varianten und Zeitfenstern gerechnet werden muss; die Dynamik bleibt gross.

Durch die ausgezeichnete Arbeit der Primarschule Erlenbach und der gemeinsamen Sekundarschule läuft der Intensiv-Deutschunterricht am Morgen reibungslos. Zwar ist es nach wie vor schwierig abzuschätzen, wie viele teilnehmen. Am Nachmittag übernehmen Freiwillige des Netzwerks Erlinet.ch einen zweiten Teil des Deutschunterrichts. Auch dieser ist ausserordentlich gut besucht und alle Geflüchteten sind mit grossem Engagement dabei. Die Qualität des Unterrichts hat sich in der gut vernetzten Szene bereits herumgesprochen, so dass wir auch fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Gemeinden zu unseren Sprach-Studierenden zählen dürfen.

Weitere Freiwillige sind derzeit im Einsatz für das Einrichten von Wohnungen, Dolmetschen, Einzelbetreuungen, der Suche nach Wohnraum, Möbel und Kleidern und vielem mehr (aktuelle Bedürfnisse der Gemeinde finden Sie jeweils auf erlinet.ch, danke für Ihre Mithilfe). Ohne die Leistung unserer Freiwilligen wäre ein solches Angebot für die Geflüchteten nicht möglich, wir können uns nur bedanken! Derzeit haben sich rund 50 Freiwillige gemeldet, rund 40 sind im Einsatz.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Arbeit der Gemeindeverwaltung. Sie stemmen bereits zum zweiten Mal eine Krise mit täglich neuen Herausforderungen, laufenden Veränderungen grosser Mehrbelastung und einer ausgesprochenen Dynamik. Diese Arbeiten erledigen sie nota bene nebst ihrer regulären Tätigkeit, auch die Gemeinde läuft weiter. An dieser Stelle ein grosser Dank an unsere Angestellten für den unermüdlichen Einsatz!

Die zweite Krise zeigt, dass unsere Strukturen, sei es die Schule, die Verwaltung oder das Freiwilligennetzwerk erlinet.ch, solche Situationen meistern können und damit krisentauglich sind. Doch wir alle hoffen gemeinsam, dass wir diese Tauglichkeit nicht mehr lange unter Beweis stellen müssen.

Für den GFO-Krisenstab Dr.iur. Sascha Patak Gemeindepräsident

Informationen zur Ukraine-Hilfe