Mitteilungen aus dem Gemeinderat Juli 2026
Zwischennutzung verhindert längeren Leerstand im «Rössli»
Nach der Schliessung des Restaurantbetriebs per 30. April 2026 hat die Gemeinde Erlenbach für die Liegenschaft «Rössli» an der Seestrasse 51 eine temporäre gastronomische Zwischen-nutzung geprüft bis zur späteren Gesamtsanierung oder einem möglichen Ersatzneubau der Liegenschaft.
Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich im Finanzvermögen der Gemeinde und umfasst neben dem ehemaligen Restaurantbetrieb im Erdgeschoss insgesamt sechs Wohnungen in den Obergeschossen. Das Gebäude ist vollständig vermietet. Abklärungen haben ergeben, dass eine reduzierte Form der gastronomischen Nutzung im Erdgeschoss ohne zusätzliche baurechtliche Bewilligungen und ohne umfassende brandschutztechnische Anpassungen möglich ist. Die Nutzung ist dabei auf eine beschränkte Anzahl Gäste im Innenbereich ausgerichtet und berücksichtigt die bestehenden Rahmenbedingungen des Gebäudes.
Mit der vorgesehenen Zwischennutzung soll verhindert werden, dass das traditionsreiche «Rössli» während mehrerer Jahre leer steht. Gleichzeitig wird dem vielfach geäusserten Wunsch aus der Bevölkerung Rechnung getragen, den Standort als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Austauschs zu erhalten.
Die Gemeinde unterstützt deshalb eine pragmatische Übergangslösung, welche den Weiterbetrieb eines Gastrobetriebs in einem angepassten Umfang ermöglicht. Mit Unterstützung engagierter Erlenbacher ist es gelungen, eine geeignete Pächterschaft zu finden. Pascal Peterhans und Ana Cioanca werden das Rössli im Oktober 2026 wiedereröffnen.
Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an einer Machbarkeitsstudie, welche die Grundlagen für eine langfristige Entwicklung der Liegenschaft schaffen soll. Dabei werden die Möglichkeiten einer Gesamtsanierung sowie eines Ersatzneubaus geprüft und bewertet.
Die temporäre Nutzung dient somit als sinnvolle Übergangslösung, bis die strategischen und baulichen Weichen für die Zukunft des «Rössli» gestellt sind.
Pumptrack-Anlage etabliert sich als beliebter Bewegungs- und Begegnungsort
Die im südöstlichen Bereich des gemeindeeigenen Grundstücks Kataster-Nr. 5209 realisierte Pumptrack-Anlage hat sich seit ihrer Eröffnung zu einem grossen Erfolg entwickelt. Die Anlage wird von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen rege genutzt und hat sich innert kurzer Zeit als attraktiver Bewegungs- und Begegnungsort in Erlenbach etabliert.
Auf einer Fläche von rund 990 Quadratmetern entstand eine moderne Pumptrack-Anlage mit ergänzenden Grünflächen, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen und in die Betriebsphase überführt werden. Der Gemeinderat hat nun die Schlussabrechnung genehmigt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf CHF 206’965.15 inklusive Mehrwertsteuer.
Die positive Resonanz aus der Bevölkerung bestätigt den Nutzen der Anlage und zeigt, dass mit dem Pumptrack ein zeitgemässes Freizeit- und Bewegungsangebot geschaffen werden konnte. Die Gemeinde freut sich darüber, dass die Anlage einen aktiven Beitrag zur Lebensqualität in Erlenbach leistet und Menschen aller Altersgruppen zu Bewegung und Begegnung motiviert.
Sanierungsarbeiten an den Liegenschaften Lerchenbergstrasse 11 und 13
Die Gemeinde Erlenbach plant wichtige Instandsetzungs- und Planungsarbeiten an den gemeindeeigenen Liegenschaften Lerchenbergstrasse 11 und 13. Mit den vorgesehenen Massnahmen soll die Bausubstanz erhalten, die Betriebssicherheit gewährleistet und die Grundlage für eine langfristige Erneuerung der Gebäude geschaffen werden.
Die beiden Wohnhäuser aus dem Jahr 1909 befinden sich in der Wohn- und Gewerbezone WG4/70. Im Rahmen einer Zustandsanalyse wurde festgestellt, dass insbesondere die Liegenschaft Lerchenbergstrasse 13 einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweist. Betroffen sind sowohl die Gebäudehülle als auch verschiedene Bauteile im Innern des Gebäudes. Die Fassaden zeigen deutliche Alterungserscheinungen, Fensteranschlüsse und Dichtungen sind teilweise schadhaft und auch Dachbereiche sowie Lukarnen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Darüber hinaus besteht bei der Terrasse ein dringender Instandsetzungsbedarf. Aus Sicherheitsgründen wurde diese bereits mit Notspriessen gesichert und kann derzeit nur eingeschränkt genutzt werden.
Um den weiteren Substanzverlust zu verhindern und die Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen, sollen in einer ersten Etappe die dringendsten Massnahmen umgesetzt werden. Vorgesehen sind die Sanierung des Dachs sowie die Instandsetzung der Terrasse an der Liegenschaft Lerchenbergstrasse 13. Gleichzeitig wird die Planung für den Ersatz der Heizungsanlagen der Liegenschaften Lerchenbergstrasse 11 und 13 in Angriff genommen. Mit diesem etappenweisen Vorgehen können die dringendsten baulichen Herausforderungen zeitnah angegangen und gleichzeitig die Grundlagen für weitere Sanierungsschritte geschaffen werden. Zudem lassen sich spätere Doppelarbeiten vermeiden und die Investitionen effizient koordinieren.
Für die Dachsanierung und die Instandsetzung der Terrasse der Liegenschaft Lerchenbergstrasse 13 sowie die Planung des Heizungsersatzes der Liegenschaften Lerchenbergstrasse 11 und 13 hat der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von CHF 294’500.– inklusive Mehrwertsteuer genehmigt.
Erlenbach, 10. Juli 2026